Das IX. Briesener Open 17. - 19. August 2007Bericht
von Daniela Heinrich
Es liegt mittlerweile vier Wochen zurück - das vergangene und
immerhin schon IX. Briesener Open. Ich lasse die Geschehnisse vor und hinter den Kulissen wie einen Film
Revue passieren....
Es ist ein schöner Film, den ich allen empfehle, die sich entspannen
wollen; sei es direkt am Schachbrett, beim netten Gespräch mit
auserwählten Leuten - zumal bei 140 Teilnehmern für jeden ein Smalltalk
unumgehbar sein dürfte - oder meinetwegen auch in der Nähe des
umfangreichen Büffets. Begehrt waren auch die Bänke unter freiem Himmel
und der Fußballplatz in unmittelbarer Nähe. Spaß kam auch beim Skatturnier am Samstag Abend auf. Mit 11
Freiwilligen und Überredenskünsten an mich wurde es ein fröhlicher
Abend. Als Sieger ging hierbei Carlo Borchardt (Stahl Eisenhüttenstadt)
hervor, gefolgt von Olaf Budach (SV Briesen e.V.) und Oliver Kestin
(Rochade Müncheberg).
Ich habe dabei festgestellt, dass es zwischen Schachspielern und
Skatspielern Parallelen gibt....
Auch Wolfram brachte dieses Jahr eine tolle Idee mit ein - er ernannte
sich zum Grillmaster und verwöhnt all diejenigen, die es wollten. Ich
hoffe, dass er im kommenden Jahr wieder zur Verfügung steht. Froh bin ich auch darüber, dass ich allen Quartiersuchenden nach
Telefonaten quer durch Briesen - also über sieben Ecken, da ja jeder
jeden kennt - eine Unterkunft anbieten konnte. Da keine verzehrten
Gesichter auf mich zugekommen sind, gehe ich nun sogar davon aus, dass
alles zur aller Zufriedenheit gelaufen ist. Schulterklopfen
meinerseits.... Ich schalte kurz die Lautstärke ab und sehe im Film eine gepflegte
Turnhalle, ausgestattet mit vielen Tischen, Stühlen und ... ich muss
zwei Mal hinsehen ... einem Sessel! Über dem Sessel hängt ein Zettel:
"Schiedsrichter". Nun wirds verrückt! Das muss ja ein ganz Besonderer
sein, wenn ihm solch eine Sitzgelegenheit angeboten wird! Ist auch so!
Mit Klaus Trautmann sind wir seit Jahren auf der sicheren Seite. Seine
freundliche, korrekte Art sowie seine schachliche Kompetenz sind für
uns unersetzbar. In den Jahren zuvor ließ er durchblicken, dass eine
Couch für die Pausen etwas ganz Tolles sei ... sorry, das war nicht
möglich, doch der Sessel vertrat die Couch in vollem Maße! Etwas unspektakulärer, aber dennoch auffällig sind die vielen
Schachspiele und Uhren auf den unzähligen Tischen. Warum sind die aber
nicht alle einheitlich? Nun ja - unser bescheidener Verein verfügt
nicht über 70 komplette Sätze. Daher gilt mein Dank an dieser Stelle
Thomas Noack vom SV Preußen Frankfurt Oder, der leider nicht mitspielen
konnte, da er vorab einem anderen Termin zugesagt hatte. Mein Dank geht
außerdem nach Eisenhüttenstadt an Carlo Borchardt, der somit gute
Karten hatte, sich bei uns eine Übernachtung zu erpressen. Gern
geschehen ... wir brauchten das Holz sowieso! Ich werde den Ton mal wieder einstellen. Was läuft noch so in meinem
eigens zusammengestellten Film ab? Das Turnier selbst natürlich! Wie
mittlerweile üblich spielten alle Teilnehmer in "ihrer" Gruppe.
Erstmals teilten wir die Gruppen D und E gleichstark auf, um somit den
vielen DWZ-losen Spieler(innen) die Chance zu geben, sich eine Wertzahl
zu erspielen. Ob dieses Experiment nun gelungen ist oder nicht, ist
schwer zu
beurteilen. Zumindest in Hinsicht auf unsere Idee von ausgeglichen
besetzten Gruppen gemäß Spielstärke war es die beste Entscheidung. Damit jeder Spieler in Ansätzen weiß, mit wem er es denn in den
kommenden 4 Stunden zu tun hat, haben wir - Volker, Philipp und ich -
Namensschilder gedruckt und geklebt. Diese standen während des Spieles
am Brett und durften nach Turnierende mitgenommen werden, was gerade
bei Nachwuchsspielern gut anzukommen scheint. Innere Zufriedenheit stellt sich für mich auch ein, wenn ich auf die
Teilnehmerliste sehe und 12 Vereinsmitglieder entdecke - also über 50%
unseres Vereins! Auffällig ist hierbei, dass wir überwiegend in den
hinteren drei Gruppen, aber nur einmal in der A-Gruppe vertreten waren.
Doch auch hier bin ich zuversichtlich für die kommenden Jahre. Das Turnier speziell: Ich denke, dass es bei den engen Gruppen keine
Favoriten gibt! Die Tagesform kann entscheidend sein. Aufstrebende
Nachwuchsspieler können einem das Leben schwer machen. DWZ-Unterschiede
sind mitunter nur auf dem Papier von Bedeutung. Dies zeigt sich auch,
wenn ich in die C-Gruppe schaue und mir die Ergebnisse von Alexander
Valet (Greifswalder SV), Maik Schlawin (SK Bremen West) und Philipp
Heinrich (SV Briesen e.V.) ansehe. Alexander beendete das Turnier mit
einem Plus von 154 Punkte, Maik legte mit 131 Punkte zu und Philipp
stockte mit 112 Punkten auf! Selbst Monique (+51), Anja (+49) und
Stefan (+37) spielten in ihren Gruppen ein schönes Turnier. Für Stefan
gab es nach langer Pause sogar einen Pokal! Fünf Runden vergehen recht schnell. Ich entzog mich meiner
Küchentätigkeiten am Sonntag Vormittag durch einen kleinen Ausflug nach
Belgien mit meinen beiden jüngeren Kindern. Die Siegerehrung brachten
dann unser Vereinsvorsitzender Volker und Anja Fritsche mit Bravour
über die Bühne. Seltsamerweise blieb ein Pokal übrig?! Bei Interesse
bitte ich den "Geschädigten" sich bei mir zu melden!
Alles in allem halte ich unser Turnier wiederum für gelungen. Ich
verspreche an dieser Stelle, die Aufgabenstellung für das Quiz noch
genauer zu formulieren. Denn im kommenden Jahr, wenn wir das X.
Briesener Open austragen werden, planen wir heute schon den einen und
anderen Höhepunkt! Mehr soll noch nicht verraten werden. Getreu dem
Motto von Rudi Carrell: "Lasst euch überraschen!"  | |  | Was
lange währt, wird gut Endlich
ein Pokal für Stammgast Fritz Kaiser (r.) | | Showdown in der Odervorland-Halle W.Schaburov und C.Borchardt spielen die KEM aus |
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