Zweiter Goldpokal beim Buto-Turnier für Monique Schubert
von Daniela Heinrich
Nachdem ich mit einigen Nachwuchsspielern im letzten Jahr erfolgreich beim
Buto-Turnier in Frankfurt (Oder) teilgenommen hatte, folgten in diesem Jahr
Rebecca und Monique abermals dieser Einladung. Ihnen schloss sich erstmals auch
Marvin an, der sich somit an sein erstes Turnier überhaupt
wagte.
Insgesamt hatten sich 42 Schüler im Alter von 9 bis 14 Jahren zu
diesem fünfrundigen Turnier eingefunden. Mit nur einer halben Stunde Verspätung
ging es los. Monique erspielte sich erst einen, dann noch einen und dann den
dritten Mehrbauern, tauschte routiniert Figuren ab und gewann mit Leichtigkeit.
Rebecca freute sich im Mittelspiel über die Dame der Gegnerin - verteilte
nebenbei Bonbons - und ließ ebenso routiniert nichts mehr anbrennen. Marvin
spielte am langsamsten, doch in den ersten drei Runden blieb er noch punktelos.
Auch das Mitschreiben erwies sich für ihn als kleine zu bewältigende
Hürde.
In der zweiten Runde überzeugte Monique wiederum durch überlegenes
Schachgefühl und Rebecca erkämpfte völlig überraschend eine Mehrfigur gegen
Martin Windschügl. Der Sieg schien perfekt, doch es haperte am Endspielwissen
ihrerseits und Martin durfte sich durch Dauerschach über einen halben Punkt
freuen. Leider spielte Rebecca ab der dritten Runde völlig unter ihren
Möglichkeiten und ließ sich in allen folgenden Partien im Mittelspiel
mattsetzen.
Auch Monique musste mit einem kleinen Tief in der 3. Runde
kämpfen. Ihr gelang ein Läuferfang, doch das Abwehren der gegnerischen Drohungen
an ihrem Königsflügel wollte nicht gelingen. Selbst die Rückgabe der Mehrfigur
genügte nicht mehr. Sie gratulierte dem Gegner zum Sieg.
Am Sonntag
sollte Marvin auch zu den Siegern gehören. Er hoffte zunächst, nicht wieder
einem kaugummieessendem Kind gegenübersitzen zu müssen und versprach, unbedingt
alle Züge korrekt zu notieren. Nunja: Der Kaugummi fiel weg, von der Mitschrift
möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen, doch auf sein Mattbild mit Läufer
und Turm darf er stolz sein. Monique erspielte sich wiederum parallel zur ersten
Partie eine Bauernmehrheit, die nach Figurentausch zum Sieg genügte.
In
der fünften und letzten Partie traf Marvin auf einen durchaus schlagbaren Gegner
und als ich zwischendurch aufs Brett sah, sah ich seine vorteilhafte Stellung
und ging bedenkenlos wieder aus dem Raum. Es dauerte nicht lange und Monique kam
strahlend zu mir. Dieses Mal hatte Martin Windschügl kein Glück. Nach einem
genialen Damenfang gab er wenige Züge später auf. Marvin verlor die letzte
Partie dann leider doch noch, da er "nicht wusste, wie er gewinnen sollte!" Dass
das bei Anfängerturnieren kein Problem sein darf, halte ich für
selbstverständlich und gratulierte beiden Kjndern für das
Durchhaltevermögen.
Für Monique bedeuteten die vier Punkte letztendlich
Platz 1 in der getrennten Mädchenwertung und Platz 4 in der Gesamtwertung.
Rebecca (1,5 Punkte) und Marvin (1 Punkt) finden sich dieses Mal weiter hinten
in der Tabelle wieder. Doch wissen beide, dass dies nicht das letzte Turnier
gewesen ist!
Ein kleines Positivum darf an dieser Stelle nicht fehlen:
Thomas Noack, der bei fast keinem Frankfurter Turnier fehlt, durfte
anerkennenderweise ein Präsent in Empfang nehmen. Viel zu selbstverständlich
wird mittlerweile hingenommen und erwartet, dass er einen Großteil seiner
privaten Zeit dem Schachsport opfert. Oftmals hat dieser Zeitaufwand nicht mal
etwas mit der Vereinsarbeit für den SV Preußen Frankfurt (Oder) zu tun! Gäbe es
im Land Brandenburg viele "Thomas-se", ginge es steil bergauf in der
Nachwuchsarbeit! Danke Thomas, auch aus der Briesener Ecke, und du weißt: Man
kann, darf und muss auch NEIN sagen können!
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